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Erinnerungsgruppe

Durch die Erinnerungspflege kann Vergangenes neu geordnet, neu bewertet, wiederbelebt und sogar verarbeitet werden. Keinesfalls sollen verdrängte Ereignisse in schmerzlichen Lernprozessen in das Bewusstsein geholt werden. Vielmehr geht es um die Freude, gute Erinnerungen wieder zu finden, vergessene Kompetenzen zu spüren, sich sicher im Kreis von Gleichgesinnten zu fühlen und darum, Erfahrungen weiter zu geben.

 Ziele:

  • Lebensrückschau: Viele alte Menschen haben das Bedürfnis ihrem verflossenen Leben einen Sinn zu geben. Das Erinnern dient der Versicherung eigener Identität und eigenen Wertes („nur wer sich erinnern kann, weiß wer er ist“). Es ist der Versuch, sich am Ende des Lebens mit seinem Schicksal auszusöhnen und interpretatorisch die Diskrepanz aufzuheben, die sich wohl bei den meisten Menschen zwischen den Hoffnungen und Träumen der Jugend und dem tatsächlichen Verlauf des Lebens ergibt. → Versöhnliche Lebensbilanz, dadurch Zuwachs an persönlicher Stärke, Gelassenheit und Lebensfreude. Belastende Erscheinungen des Älterwerdens werden eher gemeistert und akzeptiert. → Verbesserung der Lebensqualität.
  • Durch den Tod von Familienangehörigen und Freunden wird der Kreis der Menschen, die Erinnerungen miteinander teilen kleiner. Durch das Erinnern in der Gruppe erfahren die Teilnehmer, dass es viele andere alte Menschen mit ähnlichen Erfahrungen gibt, mit denen man sich ohne große Erklärungen verständigen kann. → Gefühl des Verstandenseins.
  • Demente alte Menschen, bei denen das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigt ist, können sich an länger zurückliegende Ereignisse häufig noch gut erinnern. → Gefühl der Sicherheit und Kompetenz, „mitreden können“, letzte Möglichkeit der Kontaktaufnahme.
  • Durch das Erinnerungstraining wird das Selbstvertrauen der alten Menschen gefestigt, sie bekommen wieder Mut, sich auf Neues einzulassen und werden neugierig auf Unbekanntes (Blick auf eigene Leistungen).

 Es geht nicht um die selbstkritische Auseinandersetzung mit eigenen Versäumnissen!

 

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