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Allgemeinpsychiatrie - Konzeptvorstellung

Grundannahmen
Psychiatrische Erkrankungen sind häufige und ganz normale Krankheiten, die behandelbar sind und bei denen sich in den letzten Jahren in der wissenschaftlichen und therapeutischen Forschung ein immenser Fortschritt entwickelt hat.
Fast jeder Fünfte erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Depression. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an einer Schizophrenie zu erkranken, liegt etwa bei 1%. Soziologische Umfragen ergaben, dass jeder zweite in seinem nahen Umfeld jemanden mit psychischen Problemen kennt.
Psychiatrische Erkrankungen entstehen meistens nicht durch eine einzige Ursache, sondern aus einem komplexen Zusammenspiel mehrerer Einflüsse, sodass sich ein bio-psycho-sozialer Denkansatz durchgesetzt hat, der sich in unserer Diagnostik und Therapie widerspiegelt. Der Mensch wird als ein offenes, sich ständig entwickelndes Wesen verstanden, das sich durch das Zusammenspiel seiner biologischen Faktoren (Gene, Stoffwechselvorgänge, Veranlagungen), seiner psychologischen Faktoren (Prägung durch die Lebensgeschichte, erlernte Verhaltensmuster) und seiner sozialen Situation mit deren Krisen in einem ständigen, zeitweise labilen Fließgleichgewicht befindet. Unter Berücksichtigung dessen ist unser Behandlungskonzept möglichst individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten zugeschnitten. 

Behandlungskonzept:
Neben der psychiatrischen Regelbehandlung einschließlich der Psychopharmakotherapie besteht das Behandlungskonzept aus drei Schwerpunkten:
Einem spezifischen Gruppentherapieangebot, einer Einzelbetreuung und der Förderung alltagspraktischer Kompetenzen.
An spezifischen Gruppentherapien werden folgende Verfahren angeboten:
soziales Kompetenztraining, kognitive Therapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Psychoedukation, Entspannung und Bewegung sowie weitere Patientengruppen.
Ein wesentlicher Behandlungsgrundsatz ist die Einzelbetreuung. Jedem Patient steht ein Arzt sowie eine Bezugspflegeperson zur Verfügung. Diese führen mit dem Patienten das Aufnahmegespräch, sprechen den Therapieplan mit ihm ab und begleiten ihn die gesamte Zeit der Behandlung mit Einzelgesprächen. Je nach Bedarf gehört auch die Einbeziehung der Angehörigen der Patienten in die Behandlung und Entlassungsvorbereitung
Ein weiterer Behandlungsgrundsatz ist die Förderung der alltagspraktischen Kompetenz. Dies erfolgt neben den spezifischen Gruppentherapien in einer sozial lebendigen Gemeinschaft und wird unterstützt durch gemeinsame Unternehmungen, Außenaktivitäten und Kochgruppen.

Behandlungsziele:
Wesentliches Ziel ist es, die psychische Krankheitssymptomatik des Betroffenen zu vermindern. Dabei ist häufig auch die Erarbeitung eines adäquaten Krankheitsverständnisses unter Berücksichtigung der verschiedenen, individuellen Entstehungsfaktoren wichtig. Die Förderung der Eigenverantwortung sowie die Verbesserung der sozialen Integration und die Entwicklung einer weiteren Behandlungsperspektive sind daran anschließende Ziele. Prinzipiell werden die Ziele individuell mit dem Patienten erarbeitet um Ihm zu helfen die eigene Lebensqualität zu verbessern.

Behandlungsschwerpunkte:
   •  Depressionen
   •  Psychosen
   •  Angsterkrankungen
   •  suicidale Krisen
   •  schwere Lebenskrisen

Behandlungsteam:
Multiprofessionelle Teamarbeit
ist ein wichtiger Bestandteil unseres therapeutischen Konzeptes. Das Behandlungsteam setzt sich zusammen aus zwei Stationsärztinnen, einer Sozialpädagogin, einer Ergotherapeutin, einer Kunsttherapeutin, (Fach-) krankenschwestern, (Fach-)krankenpflegern und dem Oberarzt.
Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Tagklinik und der Institutsambulanz sowie den komplementären Einrichtungen.

 

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